Informationen zur Pflege

Die Pflegerinnen und Pfleger versorgen und betreuen an mehreren Standorten der DIAKOVERE Krankenhäuser rund 1250 Patientinnen und Patienten. Dabei verteilt sich das Pflegeangebot auf über 40 Krankenpflegestationen,  drei Intensivstationen, zwei Intermediate-Care Stationen, vier OP-Abteilungen, zwei Kreißsälen,  einer Palliativstation, zwei zentralen Notfallaufnahmen und diversen Funktionsabteilungen. 

Pflege auf/in...:

Die Stationen im Allgemeinen

Gesund werden und Kraft schöpfen

Angekommen auf „Ihrer“ Station werden Sie von Ihrer Pflegekraft in Empfang genommen. Wir praktizieren auf unseren Stationen eine Bereichspflege. Das bedeutet, dass Sie als Patient eine für Sie zuständige Pflegekraft als Ansprechpartner haben, die Sie die meiste Zeit über betreut. Wir bieten Ihnen einen fürsorglichen Service, der Ihnen Ruhe und Genesung ermöglicht und damit den Heilungsprozess positiv beeinflusst. Dennoch müssen Sie sich gewiss erst etwas bei uns eingewöhnen.  

Die Zimmer

Unsere Häuser verfügen über hell und komfortabel eingerichtete Patientenzimmer. Die Ein- bis Mehrbettzimmer sind überwiegend mit eigenem Bad, TV/Radio und Telefon/Internet ausgestattet. Vermutlich ist es für Sie ungewohnt, mit einem fremden Menschen ein Zimmer zu teilen. Erfahrungsgemäß legt sich die anfängliche Unsicherheit bei einem rücksichtvollen Umgang miteinander.  

Ihre Besucher

Ihre Gäste sind auch unsere Gäste. Denn was Ihrem Wohlbefinden dient, wird von uns unterstützt. Bedenken Sie, dass Ihre Besucher sowohl auf Ihren Zustand als auch auf den Ihrer Mitpatienten Rücksicht nehmen sollen. Nutzen Sie gern unsere Aufenthaltsräume. Besuche sind zu fast jeder Zeit erlaubt, jedoch bei Arztvisiten, in der Mittagsruhe oder nachts sollten Patienten nicht gestört werden. Besucher von Patienten auf der Intensivstation melden sich per Klingel an. Für die Entbindungsstation, die Intensivstation und die Intermediate Care Station gibt es gesonderte Besuchszeiten.  

Der Tagesablauf

Wie in den meisten Krankenhäusern üblich, werden Sie auch bei uns um ca. 7 Uhr geweckt. Frühstück servieren wir gegen 8 Uhr, Mittagessen gegen 12 Uhr, Abendbrot ab 17.30 Uhr. Die Visite findet in der Regel im Verlauf des Vormittags statt. Anschließend werden weitere Untersuchungen oder ärztliche Verordnungen, wie z. B. physiotherapeutische Maßnahmen durchgeführt. In Absprache mit dem Arzt oder Pflegepersonal können Sie einen Ausflug durch das Haus oder in unseren kleinen Patientengarten unternehmen.  

Jeder hat seine Geschichte

Wir nehmen uns Zeit für das Vorgespräch: Gleich zu Beginn Ihres Aufenthaltes im Friederikenstift führen wir mit Ihnen ein Aufnahmegespräch, die Erstuntersuchung sowie die Pflegeanamnese durch. Wir bemühen uns, den Hintergrund Ihrer Erkrankung zu erkennen und Ihre aktuellen Beschwerden, Bedürfnisse und Ressourcen einzuordnen.

Berichten Sie so genau wie möglich über die Entwicklung Ihrer Erkrankung und scheuen Sie sich nicht, zu fragen, wenn Ihnen etwas unklar ist.

Umfassend und individuell betreut

An Ihrer umfassenden Versorgung haben unsere Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger einen entscheidenden Anteil. Sie kümmern sich um Ihr Wohlergehen und unterstützen Sie bei Ihren täglichen Bedürfnissen, Sie erledigen – oft im Hintergrund – eine Vielzahl von Aufgaben im Rahmen Ihrer Behandlung und Versorgung. Wir gewährleisten Ihnen auf diese Weise eine stets der Situation angepasste individuelle Pflege. Dabei beziehen wir Patientenwünsche und -bedürfnisse in den Pflegeprozess ein. Das unterstützt Ihren Genesungsprozess optimal und hilft Ihnen, möglichst schnell die Selbstständigkeit wiederzuerlangen.   

Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialeinheit)

Die Stroke Unit der Neurologischen Klinik im Standort DIAKOVERE Henriettenstift Marienstraße wurde 2016 als regionale „Stroke Unit“ (Schlaganfall-Spezialstation) mit 10 Betten plus 4 weiteren Monitorbetten rezertifiziert.

Im Schnitt betreuen wir rund 1100 Patienten im Jahr. Unsere Patienten werden von einem multiprofessionellen Team bestehend aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten betreut.

Zusammen sind wir auf die Versorgung von neurologisch erkrankten Patienten spezialisiert. Bei einem Schlaganfall gilt das Motto „Time is brain“ somit ist es wichtig die richtige Diagnostik und Therapie einzuleiten, wie z.B. die medikamentöse Lysetherapie.

Diese Therapieform ist eine der häufigsten durchgeführtesten Therapien um eine Wiederherstellung der Durchblutung im Gehirn zu erreichen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es aber auch möglich, eine im Röntgen gesteuerte mechanische Entfernung des Thrombus mittels Stents durchzuführen, um eine Rekanalisierung der betroffenen Hirngebiete  zu erreichen. Parallel dazu wird mit der Ursachenforschung begonnen, um alle notwendigen Schritte einzuleiten, die das Risiko eines erneuten Schlaganfalles mindern sollen.

Grundlage unserer pflegerischen Versorgung der Patienten ist das „Bobath- Konzept“. Berta Bobath war eine Krankengymnastin in den 1940er Jahren. Sie hat neurologische Patienten beobachtet und ein spezielles Konzept entwickelt, bei dem Patienten mit einer Hirnschädigung Bewegungsabläufe und Körperhaltung wieder erlernen können. Die Grundelemente hierfür sind: Wahrnehmungsförderung, Normalisierung der Muskelspannung, sowie die Förderung der normalen Bewegungsabläufe bei gelähmten Menschen. Das Pflegepersonal der Stroke Unit pflegt, mobilisiert und bewegt die Patienten nach dem Bobath- Konzept.  Hier knüpft noch weitere Teile unseres Teams mit an, welches aus Physiotherapeuten, einer Ergotherapeutin, sowie Logopädie (Sprach/ Schlucktherapeutin) besteht.

Zusätzlich ist die Pflege für die kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter zuständig. Wir überwachen: das Herz (Herzschlag), den Herzrhythmus, die Atmung und die Sauerstoffsättigung im Blut, den Blutdruck, den Blutzucker und die Temperatur. Dies erfordert ein kontinuierliches Monitoring.  Darüber hinaus unterstützen wir das ärztliche Team, in dem die Pflegekräfte z.B. das Anlegen von Venenverweilkanülen, Nasogastralen Sonden und Blutabnahmen übernehmen.

Regelmäßig nehmen unsere Mitarbeiter an internen und externen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten teil, wie z. B. die Fachqualifikation für die Stroke Unit, um dort ihr Fachwissen zu vertiefen, die die komplexe Versorgung von Patienten mit einem Schlaganfall, sowie deren fachkundige Ausführung erfordert.

Notaufnahme

Informationen folgen...

OP/Anästhesie

Die etwas andere "Pflege" 

Der Aufenthalt des / der Patienten/-in im Operationssaal ist etwas Besonderes.

Von diesem Bereich im Krankenhaus haben Sie vermutlich, trotz vieler Sendungen im TV, noch nicht so viel gehört und gesehen. Daher möchten wir Sie auch hierüber kurz informieren.

Die Aufgabe der Pflege im OP ist es, den Patienten während der gesamten Zeit im OP in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Personal fürsorglich zu betreuen und zu überwachen, damit ein gutes Gesamtergebnis der Operation für den Patienten erzielt wird.

Die Anästhesie-Pflege

Die Pflegeperson der Anästhesie ist Ihre erste Kontaktperson aus dem OP. Sie begrüßt Sie namentlich und ist Ihnen bei der "Einschleusung", das heißt bei Ihren Ankunft im OP-Bereich behilflich. Sie hilft Ihnen, sich auf die OP-Liege zu betten und deckt Sie mit einem vorgewärmten Frotteehandtuch zu.

Die Anästhesieschwester / der Anästhesiepfleger ist Ihre Ansprechperson und wird Sie darin unterstützen, auch die letzten Ängste abzubauen. Sie / er prüft die Vollständigkeit der erforderlichen Papiere und bringt Sie dann zur "Einleitung", dem Ort, an dem Sie für die Narkose und die Operation vorbereitet werden. In Zusammenarbeit mit dem Narkosearzt begleitet und überwacht Sie das Anästhesiepflegepersonal während der gesamten Operation.

Nach Ablauf der Operation und nachdem Sie ein erstes Mal aus der Narkose aufgewacht sind, übergibt Sie die Pflegekraft der Anästhesie an das Pflegepersonal der Intensiven Überwachungseinheit (z.B. nach Operationen an der Wirbelsäule oder bei Wechseln von Hüftprothesen) oder an einen Kollegen / eine Kollegin aus dem Aufwachraum (bei kleineren Eingriffen wie z.B. Kniespiegelung oder Zehenoperation).

Im Aufwachraum werden Sie weiterhin überwacht und haben Zeit, zu sich zu kommen. Eltern und Angehörige unserer kleinen Patienten sind hier willkommen und können sich ebenfalls jederzeit mit Fragen an die Pflegekraft wenden.

Unser besonderes Augenmerk liegt in dieser Phase auch darauf, dass der Patient / die Patientin möglichst schmerzfrei aufwachen kann. Auf alle Fälle sind Sie in den Händen dieser Spezialisten gut aufgehoben. Und wenn alles routinemäßig gut klappt, werden Sie zügig wieder auf Ihr Zimmer zurückverlegt.

"Überwachen und Schlafen" ist mehr als Routine. Es ist bereichernd mit einem engagierten Team auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme für unsere Patienten im Schlaf zu lösen!
Thomas Obermeier, Anästhesiepfleger bei DIAKOVERE

 

Die OP-Pflege

Die OP-Abteilung ist eines der Herzstücke unserer Krankenhäuser. Im OP der Diakovere Krankenhäuser arbeiten viele Berufsgruppen eng zusammen, um Sie, unsere Patienten, so gut wie möglich und nach  aktuellem Stand der Technik zu behandeln.

Eine der beteiligten Berufsgruppen ist das OP-Pflegepersonal. OP-Schwestern- und "Pfleger" gibt es seit der Zeit der ersten Chirurgen. Der zunehmende und sich ständig wandelnde medizinische Fortschritt, der unter anderem zu neuen Operationsverfahren und Techniken geführt hat, machen eine ständige Qualifizierung der im OP Tätigen erforderlich. Pflege ist ein großer Bestandteil der OP-Tätigkeiten und hat sich durch eine eigene Fachausbildung für Pflegepersonal immer mehr professionalisiert. Seit einigen Jahren gibt es zudem das neue Berufsbild der Operationstechnischen Assistenten (OTA), die auch in der Diakovere ausgebildet werden.

Höchste Qualität und Sicherheit im OP fördern wir durch eine ständige Fort- und Weiterbildung jedes Mitarbeiters / jeder Mitarbeiterin. Wir OP-Pflegekräfte sind für einen reibungslosen OP-Ablauf zuständig. Vor allem aber sind wir Ihr "Sprachrohr" in den Zeiten, in denen Sie als Patient dies nicht selbst sein können. Außerdem achten wir auf Ihren Schutz und Ihr Wohlbefinden und gehen dem Chirurgen zur Hand.

Den erste Kontakt zu uns werden Sie in der OP-Schleuse aufnehmen, wo wir Sie gemeinsam mit dem Anästhesie-Pflegepersonal begrüßen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind allerdings schon viele Dinge im OP geschehen, die zur Vorbereitung nötig sind. So sorgen wir unter anderem für die Vorbereitungen in den OP-Sälen und das für die Behandlung notwendige Instrumentarium. Während Sie, der / die Patient/-in vom Anästhesisten narkotisiert werden, bereiten wir, das OP-Pflegepersonal, die Lagerung vor, richten die Instrumente für die Operation und unterstützen den Operateur bei der Desinfektion des OP- Gebietes. Dann kann die Operation beginnen.

Während der Operation instrumentiert eine OP-Pflegekraft, d.h. sie reicht dem Operateur die benötigten Instrumente an. Eine zweite Pflegekraft, der "Springer", unterstützt den Kollegen / die Kollegin am OP-Tisch, bedient technische Geräte

wie die Röntgen- und Navigationsgeräte und dokumentiert die Operation. Und er / sie achtet darauf, dass Sie den notwendigen Schutz erhalten. Nach jeder Operation wird die Vollständigkeit der Instrumente und Verbandsmaterialien vom OP-Pflegepersonal kontrolliert und dokumentiert.

Wie Sie sehen, ist zu jeder Zeit Ihres Aufenthaltes im OP ein ganzes Team von Ärzten und vor allem von Pflegekräften für Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden zuständig.

 

Die OP-Koordination

In den OP Abteilungen und den angegliederten Eingriffsräumen in unseren Krankenhäusern werden jährlich tausende Eingriffe geplant und durchgeführt.

Das erfordert ein ausgezeichnetes Zusammenspiel der verschiedenen Berufsgruppen im OP, dem Pflegepersonal, den Anästhesisten, den Orthopäden, den Technikern, dem Reinigungspersonal, der Intensivstation und vielen

anderen mehr. Außerdem ist eine effiziente OP-Planung und -Organisation notwendig, um die Abläufe auch auf Ihre, d.h. des Patienten/ der Patientin Bedürfnisse abzustimmen.

Damit dies in unseren Krankenhäusern gewährleistet werden kann, wurde eine OP-Satzung verabschiedet und ein OP-Koordinator bzw. eine OP-Koordinatorin eingesetzt. Die OP-Koordinatorin managt den Routinebetrieb, regelt das Verhalten bei Notfällen und unvorhergesehenen Ereignissen. Sie plant kurzfristig für den nächsten Tag und längerfristig mit den dafür verantwortlichen Personen der Departments die Operationen.

 

Sicher und verlässlich – nicht nur während der OP

Die Pflegefachkraft begrüßt Sie zu Beginn im Ankunftsbereich des OPs. Sie wird sich nach Ihrem Namen erkundigen und Ihnen bei der Lagerung in eine angenehme Position behilflich sein. Im Anschluss erhalten Sie eine warme Decke. Sollten Sie noch Fragen bezüglich der Vorgehensweise haben, werden diese von der für Sie zuständigen Fachkraft beantwortet.

Unser Ziel ist, eine möglichst angstfreie und sichere Umgebung für Sie zu schaffen. Zu Ihrer und unserer Sicherheit werden Ihre Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin überprüft. Erst hiernach werden Sie in den Narkose-Vorbereitungsraum gebracht. Dort werden Sie die ganze Zeit über von einem Narkose-Facharzt und von Anästhesiefachkräften betreut. Beide sorgen dafür, dass Sie tief und fest schlafen, kümmern sich aber auch um eine regelrechte Funktion Ihrer wichtigsten Organe.

Am Ende der OP werden Sie von „Ihrer“ Pflegekraft in den Aufwachraum gebracht, wo Sie schon von einer weiteren Anästhesiefachkraft erwartet werden. Im Aufwachraum können Sie dann in aller Ruhe erst einmal wach werden und zu sich kommen. Sollten Sie Schmerzen haben, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, die dort Arbeitenden anzusprechen, die daraufhin schmerzlindernde Maßnahmen ergreifen werden.

Wenn Sie sich ausgeschlafen haben und es Ihnen den Umständen entsprechend gut geht, werden Sie wieder zurück auf Ihre Station gebracht.

 

An welchen Standorten Operieren wir?

Zentraler OP– Humboldstraße 5, 30169 Hannover

OP-Säle: 8
Aufwachraum: 1
Abteilungen:

  • Unfallchirurgie,
  • Allgemein - u. Visceralcirurgie,
  • Neurochirurgie,
  • Urologie,
  • Gynäkologie und
  • Hals – Nasen – Ohren – Chirurgie 

dezentraler OP – Marienstraße 37, 30171 Hannover

OP-Säle: 3
Aufwachraum: 1
Abteilungen:

  • Unfallchirurgie ( septische und Fußchirurgie)
  • Hand – und Plastische Chirurgie und Augenchirurgie.

Zentraler OP– Marienstraße 72 – 90, 30171 Hannover

OP-Säle: 6
Aufwachraum: 1
Abteilungen:

  • Unfallchirurgie ( Endoprothetik u. Alterstraumatologie ),
  • Allgemein - u. Visceralchirurgie,
  • Gefäßchirurgie und Mund – Kiefer – Gesichtschirurgie

dezentraler OP – Schwemannstraße 17, 30559 Hannover

OP-Säle: 2
Aufwachraum: 1
Abteilungen:

  • Gynäkologie,
  • Geburtshilfe
  • ambulanten Operationszentrum der Abteilungen Unfallchirurgie, Allgemein – und Visceralchirurgie, Gefäßchirurchirurgie und Gynäkologie

Intensivstation

Nach großen Operationen oder bei medizinischen Notfällen kommen Sie entweder auf unsere modern ausgestatteten Intensivstation oder auf eine unserer Intermediate-Care Stationen. Dort werden Sie rund um die Uhr von unserem qualifizierten Pflegepersonal betreut. Die Intensivplätze sind dem allgemein anerkannten medizinischen Stand entsprechend ausgestattet. Mit den dort eingesetzten Überwachungsgeräten können wir die lebensnotwendigen Funktionen Ihres Körpers messen, wie zum Beispiel Ihre Herz-Kreislauffunktion und Ihre Atmung. Bei Bedarf unterstützen die Geräte auch Ihre Atmung und sorgen auf diesem Wege für eine ausreichende Sauerstoffversorgung Ihres Körpers.

Es wirkt alles ein wenig „technisch“, aber diese Geräte sind alleine dafür da, den Genesungsprozess Ihres Körpers zu unterstützen. Lassen Sie sich von diesen blinkenden und piependen Maschinen nicht erschrecken.

Der Mensch im Mittelpunkt

Doch trotz der notwendigen Technik stehen Sie, unser Patient / unsere Patientin, als Mensch immer im Vordergrund!

Es ist uns ein vorrangiges Anliegen, ein Umfeld der Sicherheit zu schaffen und Ihnen das Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln. Für uns hat Ihre Würde und der Schutz Ihrer Intimsphäre absoluten Vorrang.

Sie werden hier als Patient / Patientin von unserem hochqualifizierten Pflegepersonal rund um die Uhr betreut. Wir praktizieren eine Bezugspflege, dass heißt, dass Sie als Patient immer die gleichen Ansprechpartner haben, die Ihre Pflege auf der Intensivstation organisieren. Unser Team ist ausschließlich auf der Intensivstation tätig und wechselt sich im Schichtdienst ab.

Um eine reibungslose Fortführung der Betreuung und Pflege zu gewährleisten, werden beim Dienstwechsel alle wichtigen Informationen über unsere Patienten an die Kollegen/-innen weitergegeben. So können wir gewährleisten, dass Ihre Behandlung kontinuierlich und konsequent erfolgt.

Damit können wir zum Beispiel auch operationsbedingte Schmerzen wirkungsvoll und so lange es notwendig ist erfolgreich bekämpfen.

Dies hat für uns höchste Priorität!

Und so hoffen wir, dass Sie trotz der notwendigen Technik und vorhandener Befürchtungen dennoch die Erfahrung machen können, auch auf dieser Station gut betreut zu werden.

Palliativstation in der Humboldtstraße  

Auf unserer Palliativstation betreuen wir  in 8 Einzelzimmern schwerst – überwiegend tumorkranke Patienten.

Die Angehörigen werden mit Gesprächen einbezogen, begleitet und aufgefangen.

Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team, bestehend aus fachweitergebildeten Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten, Seelsorge, Sozialdienst, Psychoonkologie und Ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Unser Ziel ist es, Symptome der Patienten zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern, um somit die ihnen verbleibende Lebenszeit so schön und würdevoll wie möglich zu gestalten. Wir fördern die verbliebenen Ressourcen und stärken diese. Die Autonomie der Patienten zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich.

Unsere besonders im Sommer wunderschöne Dachterrasse ermöglicht uns, dass unsere Patienten auch im Bett liegend an der frischen Luft sein können und ein Stück Natur genießen.

Mit unserem multiprofessionellen Team versuchen wir, den Zustand unserer Patienten zu stabilisieren und ein Netzwerk zu schaffen, so dass eine Entlassung nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder ins Hospiz möglich ist. Um all das möglich zu machen, arbeiten wir eng mit dem ambulanten Palliativdiensten, den Pflegediensten, den ehrenamtlichen Hospizdiensten sowie den Hausärzten zusammen.

Alle Pflegekräfte der Palliativstation haben sich im Laufe ihrer Berufslaufbahn bewusst für die Arbeit bei uns entschieden. Wir arbeiten auf der Station in Bereichspflege, um für unsere Patienten eine gewisse Kontinuität in der Betreuung zu sichern und die Vertrauensbasis zu fördern.

Unser Stationsmotto lautet: LEBEN, LIEBEN, LACHEN, JETZT!

Wir arbeiten mit Freude  mit unseren Patienten und lachen gerne mit ihnen und den Angehörigen. Der Tag beginnt zuweilen mit einem Lachen, wenn Hr.Bredehöft  die Patienten mit dem Lied: „Guten Morgen, guten Morgen“ vom Handy begrüßt.

Unser Raumkonzept ermöglicht, dass die Wohnküche ein zentraler Raum ist, in dem man zum Klönen, feiern, Kaffee trinken, kochen backen usw. zusammenkommt. Ein Klavier und die Klänge dazu bereichern die Station. Vor kurzem haben die Freundinnen einer Patientin dort Spargel gekocht und ein leckeres Menü gezaubert, das dann auf der Dachterrasse eingenommen wurde. In der Adventszeit organisieren unsere Ehrenamtlichen Mitarbeiter das große Weihnachtskekse backen, an dem sich auch Patienten beteiligen können, soweit es ihnen möglich ist.

Stimmen von Mitarbeitenden:

Sr. Martina Loth arbeitet sehr gerne auf der Palliativstation, weil das Thema Krankheit, Tod und Sterben, auch wenn es gerne verdrängt wird, immer präsent ist. „Ich habe viele, auch schöne Begegnungen, mit Sterbenden und deren Angehörigen, hier habe ich Zeit und Raum für Gespräche, Begleitung, was mir ermöglicht die Ängste  von Patienten und Angehörigen zu vermindern. Insgesamt werde ich für mein eigenes Leben gelassener und habe inzwischen einen Blick für das Wesentliche.“

Sr. Natalie Kuzmin schätzt das Miteinander und den Austausch im Team sehr, es gibt ihr die Kraft für die Pflege und Betreuung der Patienten und Angehörigen.

Hr. Quisdorf arbeitet seit 10 Jahren gerne auf der Palliativstation, weil für ihn bei seiner Arbeit die Priorität bei Patienten und Angehörigen liegt. Sie stehen im Mittelpunkt und die aktuelle Situation ist immer die Wichtigste.

Kinderorthopädie in der Anna-von-Borries-Str. 

Wir führen fort, was Anna von Borries begonnen hat

Anna von Borries hat mit einer Spende von 5.000 Mark dafür gesorgt, dass das Annastift 1897 gegründet werden konnte. Es ging darum, körperlich benachteiligte Kinder zu betreuen, ihnen Unterkunft, Schul- und Berufsausbildung zu gewähren. Im November 1897 zogen 11 Kinder und eine Diakonisse in das neue Haus an der Heimchenstraße ein. Jahre zuvor hatte man versucht, die Kinder in gemieteten Häusern im Stadtgebiet Hannovers zu betreuen und versorgen. Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeit in einem eigenen Haus die ideale Lösung war.

Seither ist die Pflege und Betreuung von jungen Bewohnern und Patienten ein wesentlicher Teil der Arbeit im Annastift. In diesem Sinne führen wir auch die Kinderstation im Krankenhaus.

Auf der Kinderstation können 25 Kinder jeder Altersstufe aufgenommen werden. Sie werden Kinder und Jugendliche, Neugeborene und junge Erwachsene auf Station antreffen.

Viele unserer Patienten leben mit (Mehrfach-) Behinderungen wie Lähmungen, angeborene Fehlbildungen/-stellungen sowie Entwicklungsverzögerung.

8 Plätze sind in Eltern-Kind-Zimmern eingerichtet. Dort haben Begleitpersonen der kleinen Patienten die Gelegenheit, beim Kind im gleichen Zimmer zu übernachten. Dieses Angebot richtet sich vorwiegend an die Anghörigen von Säuglingen. Aber auch als Begleitperson eines etwas älteren Patienten kann man im gleichen Gebäude eine Schlafgelegenheit bekommen. Damit ist man in kürzerster Zeit bei seinem Kind. Denn Ihre Gegenwart ist die wichtigste Hilfe für den Kleinen.

 

Kinderpflege: Der Tagesablauf

  • Der Tag auf der Kinderstation beginnt für Sie bzw. für Ihr Kind in der Regel um ca. 7:25 Uhr mit der Visite der Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten.
  • Danach wird das Frühstück verteilt und mit der pflegerischen Grundversorgung begonnen. Dazu gehört das Waschen und Ankleiden sowie die Mobilisierung der Kinder und Jugendlichen, damit diese dann frisch in den Tag starten können.
  • Viele unserer Patienten verbringen den Vormittag in dem Spiel- und Basteltreff, der von pädagogisch geschultem Personal geführt wird und der neben der Station liegt. Von dort aus werden Sie und / oder Ihr Kind zu den einzelnen Therapien und Behandlungsmaßnahmen abgeholt.
  • Nach dem Mittagessen findet die sogenannte "Übergabe" statt. Die Pflegende, die sich vormittags um Ihr Kind gekümmert hat, berichtet der sie ablösenden Kollegin direkt am Bett des Patienten über die wichtigsten Ereignisse im Frühdienst. Sie haben damit die Gelegenheit, die neue Kollegin kennen zu lernen und gemeinsam Fragen zu klären bzw. Lösungen für pflegerische und andere Probleme zu finden.
  • Der Nachmittag steht dann wieder für Therapien und einzelnen Behandlungen zur Verfügung.
  • Auch nachmittags besteht die Möglichkeit, den Spiel- und Basteltreff zu besuchen.
  • Nach dem Abendessen werden unsere kleinen Patienten für die Nachtruhe vorbereitet, damit hoffentlich zufrieden ins Bett schlüpfen zu können.

 

Das Pflegeteam der Kinderstation

Sie werden auf der Station von unserem qualifizierten Team begleitet und betreut.

Es setzt sich ausschließlich aus examinierten Kinderkrankenschwestern und Krankenschwestern zusammen mit viel aktuellem Wissen und unverzichtbarer Erfahrung. Unser Ziel ist es, alle pflegerischen Tätigkeiten an Ihren Bedürfnissen und denen des / der Patienten/-in auszurichten. Sie erfahren hier eine sehr individuelle Unterstützung und Hilfeleistung.

Um dies zu realisieren, legen wir großen Wert auf eine kontinuierliche Betreuung der Kinder durch jeweils die gleichen Pflegepersonen. Wir unterstützen die Kontinuität durch konsequente Zuordnung der Pflegekraft zu einem jeweils festen

Bereich. Dies ist die Grundlage für eine gute Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind einerseits und der verantwortlichen Kollegin andererseits. Es erleichtert Ihnen ebenfalls in der Folge, die notwendigen Handgriffe und den Umgang mit Hilfsmitteln für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt zu erlernen.

Wir sind Ihnen hierbei gerne behilflich.

 

Wichtiges am Rande.

Wir arbeiten eng mit den fest der Station zugeordneten Physiotherapeuten und der im Haus befindlichen Orthopädietechnik zusammen. Damit können wir Ihnen eine schnelle Beschaffung und Anpassung von Hilfsmitteln für den stationären und häuslichen Gebrauch gewährleisten.

Außerdem besucht ein Klinikclown die Kinderstation in der Regel einmal die Woche, um mit Ihnen und Ihrem Kind gemeinsam zu singen und Spaß zu haben. Zusätzlich verzaubert ein ehrenamtlicher Zauberer unsere Patienten alle 14 Tage.

In diesem Sinne hoffen wir alles Notwendige vorbereitet zu haben, damit Sie und Ihr Kind sich hier gut aufgehoben fühlen können. Sollten Sie dennoch einmal etwas vermissen, freuen wir uns über jede Art der Anregung.

 

Mitaufnahme einer Begleitperson im Rooming-In Bereich auf der Kinderstation

Die Kinderstation verfügt über 8 Rooming-In Plätze verteilt auf 4 Zimmer. Hier haben Begleitpersonen die Möglichkeit, bei den Kindern zu übernachten.

Die Schlafplätze sind durch einen Vorhang vom übrigen Patientenzimmer abgetrennt.Zwei Kinder und jeweils eine Begleitperson pro Kind teilen sich ein Zimmer. Die Rooming-In Plätze werden vorrangig an Begleitpersonen von Säuglingen vergeben. Wünschen Begleitpersonen älterer Kinder einen Rooming-In Platz, ist dieses bitte vor dem stationären Aufenthalt direkt mit dem Pflegepersonal der Kinderstation telefonisch abzusprechen. Die Unterbringung von männlichen Begleitpersonen im Rooming-In Bereich ist aus logistischen Gründen meistens nicht möglich!

 

Mitaufnahme von Begleitpersonen in Elternzimmer

Die Kinderstation verfügt über mehrere Elternzimmer für Begleitpersonen. Diese Mehrbettzimmer befinden sich ebenso wie eine Elternteeküche und ein Elternbadezimmer zum größten Teil zwei Etagen über der Kinderstation. Drei Elternzimmer sind als Einzelzimmer eingerichtet. Diese werden vorwiegend an männliche Begleitpersonen vergeben.

 
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