Behandlung chronischer Wunden bei arteriellen Durchblutungsstörungen

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Wundheilungsstörungen auf dem Boden einer arteriellen Verschlusserkrankung stellen nach den chronisch venösen Wunden die zweithäufigste Ursache chronischer Wunden dar. Ursache ist die Arteriosklerose der großen und mittleren Beingefäße mit einem daraus resultierenden Sauerstoffmangel des Gewebes.

Risikofaktoren für arterielle Beingeschwüre sind:

  • Rauchen
  • Zuckerkrankheit
  • Erhöhter Blutdruck (Hypertonus)
  • Hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie)

Beim arteriellen Beingeschwür (ulcus cruris arteriosum) kommt es durch den anhaltenden Sauerstoffmangel infolge der Durchblutungsstörung zu einem Gewebeuntergang.

Typische Veränderungen an den Zehen bei Durchblutungsstörungen

Kennzeichnend sind abgestorbene Hautareale (Nekrosen), freiliegende Sehnen oder Knochen neben einer oft vorbestehenden Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens)

Im Gegensatz zu den venösen Wunden sind die arteriellen Wunden häufig im Geschwürsbereich stark schmerzhaft

Oberstes Ziel bei der Behandlung der arteriellen Beingeschwüre muß es sein, alle Faktoren zu beseitigen, welche die Entwicklung des Geschwürs verursacht haben. Hierzu zählt insbesondere die Ausschaltung bzw. konsequente Behandlung der Risikofaktoren.

Offener Bereich an der Kleinzehe

Die Komplexität des Geschehens erfordert häufig einen interdisziplinären Handlungsablauf, sowohl auf diagnostischer, als auch therapeutischer Ebene.

In unserer Klinik für Gefäßchirurgie wird die erforderliche Diagnostik sowohl ambulant, als auch in schwerer- wiegenderen Fällen stationär vorgenommen.

Im Rahmen der engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung und Abteilung für Gefäßmedizin (Angiologie) können innerhalb des Gefäßzentrums alle Diagnostikverfahren und Therapiemöglichkeiten zeitnah vorgenommen werden.

Chronische Wunden werden nach den neuesten Richtlinien der modernen Wundversorgung behandelt. Häufig muß dies in Verbindung mit einer operativen Maßnahme (z. B. Bypassanlage) oder minimalinvasiver Verbesserung der Durchblutungsversorgung (Ballonaufweitung) an den Beinen erfolgen.

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